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Flüchtlingsinitiative Witten

Die Idee der Flüchtlingsinitiative Witten ist Ende 2014 entstanden, in dem wir als Studierende der UW/H die Stadt Witten, unseren Lebensmittelpunkt, in irgendeiner Art und Weise unterstützen wollten. Sofort beim ersten Treffen schilderte uns die Stadt ihre Flüchtlingsproblematik: seit einem Jahr kommen viele neue Flüchtlinge nach Witten und die Stadt ist mit nur einem Sozialarbeiter schon längst an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Die Idee war nun also, der Stadt Witten bei der Betreuung der wachsenden Anzahl an Flüchtlingen unter die Arme zu greifen.

Ein erstes Interessententreffen in der Uni lockte ca. 100 engagierte Studierende ins Audimax, die innerhalb eines Abends Ideen bündelten und unsere Flüchtlingsinitiative schufen. Es bildeten sich Untergruppen zu Themen wie: Recht, Freizeit, Patenschaften und Sprachen. Auch mit anderen Initiativen der UW/H, wie „Bildungschancen“, kamen wir schnell in Kontakt und konnten ein gutes Netzwerk schaffen.

Unsere Ideen waren schnell zu Papier gebracht, die tatsächliche Kontaktaufnahme mit den Flüchtlingen war jedoch etwas ganz anderes. Unterschiedliche Sprachen und große Vorsicht auf beiden Seiten waren Hürden, die es am Anfang zu überwinden galt. Doch seitdem unsere Patenschaftsgruppe zweimal die Woche für ein paar Stunden in zwei Unterkünften vor Ort ist, lernen wir mehr und mehr Menschen kennen. Die Freizeitgruppe organisiert Fußball, Picknick und andere Aktivitäten, „Wortstark“ und „Bildungschancen“ unterstützen Erwachsene und Kinder beim Deutsch lernen und eine neue Frauengruppe möchte sich speziell um die Bedürfnisse geflüchteter Frauen kümmern.

Inzwischen sind wir eine bunte Gruppe von Studierenden, Nicht-Studierenden, alten und neuen Wittenern und die Zusammenarbeit mit der Stadt und anderen Institutionen Wittens, wie dem Help-Kiosk, wächst. Gemeinsam wollen wir eine Willkommenskultur schaffen und ein umfassendes Hilfs- und Betreuungsangebot aufbauen.

 

Dinah
PPÖ – Studentin